Erfurt erleben: Krämerbrücke, Luther und Bernd das Brot

Was erwartet euch in Erfurt? Vieles – denn die Landeshauptstadt Thüringens ist mehr als nur einen Tagesausflug wert. Sie ist wunderschön und hat viele gut erhaltene Gebäude. Meine Highlights sind die Krämerbrücke, der große Domplatz und die Zitadelle Petersberg. Wer war schon in Erfurt? Reformator Luther. Wer ist immer noch hier? Die Maskottchen vom Kindersender Kika – wie Bernd das Brot. Viel Spaß beim Entdecken!

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Maskottchen und Mitbringsel

Als erstes fallen mir die Maskottchen auf: Der Fernseh-Sender Kika hat seinen Sitz in Erfurt und deshalb finde ich in den Straßen…die Maus, das Sandmännchen oder Bernd das Brot.
Genauso lustig ist die Puffbohne: Jedes Neugeborene in Erfurt erhält eine, in Rosa oder Blau. Im Mittelalter war sie übrigens ein beliebter Snack, heute auch ein Mitbringsel für Touristen.

In Erfurt gibt’s natürlich nicht nur Ulk. Wenn ihr mehr über die Sehenswürdigkeiten erfahren wollt, könnt ihr bei der Touristen-Information eine Führung zu Fuß mit einem netten Guide oder eine City Tour mit der Straßenbahn machen.

Highlight Krämerbrücke

Ein Highlight von Erfurt ist sicherlich die Krämerbrücke über dem Fluss Gera. Die hübschen Fachwerkhäuser reihen sich ohne Lücke aneinander, sodass die Brücke beim Betreten eher wie eine kleine verwunschene Gasse wirkt. Ehemals war sie Verkaufsort von Luxusgütern und Genussmitteln der damaligen Krämer. Heute ist sie mit etlichen kleinen Lädchen bestückt wie Cafés, Buchladen, oder auch Kunsthandwerk und sogar einem Linkshänder-Geschäft. Rund um die Krämerbrücke gibt es weitere kleine Gassen und Kanäle der Gera.

Fischmarkt und Rathaus

Gleich in der Nähe von der Krämerbrücke ist der Fischmarkt. Hier stehen farbenfroh verzierte Bürgerhäuser aus dem 16. Jahrhundert, die Kunsthalle und das Rathaus von Erfurt. Es lohnt sich, dieses auch von innen anzuschauen. Denn Im schönen Treppenhaus erzählen Gemäldeserien verschiedene Geschichten, z.B. über Goethes Tragödienfigur Faust, Wagners Tannhäuser oder den Reformator Martin Luther. Werft auch mal einen Blick in den Festsaal, die gute Stube Erfurts.

Luther in Erfurt

Was Erfurt so schön macht, sind die vielen gut erhaltenen Gebäude – es gibt allein 22 Kirchen. Zum Beispiel das Augustinerkloster: Hier klopfte Luther im Jahr 1505 an und begann sein Leben als Mönch, bevor er einige Jahre später nach Wittenberg ging. Das Augustinerkloster ist schlicht gehalten. Auf dem Grundstein der ehemaligen Klosterbibliothek, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde, befinden sich heute moderne Tagungs- und Veranstaltungsräume.

Domplatz und Zitadelle Petersberg

Besonders sehenswert ist auch der Domvorplatz, einer der größten Plätze Europas. Über den Domstufen thronen der Erfurter Dom und die Kirche St. Severi. Die Erfurter sagen schmunzelnd, für eine dritte Kirche sei wohl kein Platz mehr gewesen. Hier steht der Obelisk als Erinnerung an das Mainzer Bistum, zu dem Erfurt lange Zeit gehörte. Ringsum säumen Fachwerkhäuser die große Fläche. Der Domplatz ist Schauplatz für Martinsfest, Domstufenspiele oder Weihnachtsmarkt.

Der Dom besteht aus Gebäudeteilen aus dem 13., 14. und 15. Jahrhundert. Er ist schon von außen beeindruckend, und es lohnt sich auch, einen Blick hinein zu werfen. Schön sind zum Beispiel die Bildfenster mit über 1.000 Scheiben. Der Dom hat zwei Orgeln und die größte freischwingende Glocke nördlich der Alpen – die Gloriosa – sie ist 11.450 Kilo schwer und wegen ihres Wohlklangs berühmt. Sie ertönt aber nur noch selten, zum Beispiel am Neujahrstag.

Neben dem Dom steht die 5-schiffige Kirche St. Severi. Sehenswert im Innern sind der Sarkophag des heiligen Severus und die barocke Orgelempore.

Hinter dem Domplatz laufe ich zur Zitadelle Petersberg hinauf, einer gut erhaltenen Stadtbefestigung Mitteleuropas. Dort gibt es unter anderem ein Restaurant. Von dort habt ihr einen schönen Blick auf Erfurt und an klaren Tagen sogar bis Weimar oder Oberhof.

Shoppen in Erfurt

Neben dem Sightseeing bietet Erfurt auch Abwechslung beim Shoppen: Zum Beispiel in der Marktstraße zwischen Dom und Fischmarkt, wo ihr kleinere Läden findet. Sie war übrigens einst Teil der Via Regia, einer großen Fernhandelsstraße von Mainz über Erfurt bis nach Breslau.
Große und bekannte Geschäfte findet ihr, wenn ihr die Schlossstraße entlang flaniert. Gleich um die Ecke könnt ihr auch einen Abstecher in das Einkaufszentrum Anger machen und auf insgesamt 23.000 Quadratmetern nach Herzenslust shoppen.

Essen und Übernachten

Auch kulinarisch könnt ihr es euch in Erfurt gut gehen lassen. Wie wär’s mit der Lecobo Kaffeerösterei am Domplatz? Dort gibt es 12 Bohnensorten und kreative Kaffee-Getränke: mal mit Gewürzen, mal mit Schuss – zubereitet in einer urigen Maschine. Wer’s deftig mag: Thüringer Spezialitäten könnt ihr im Restaurant Wenigermarkt 13 an der Krämerbrücke genießen. Ich habe mich an die gebratenen Klöße getraut, mit einer Füllung aus Leberwurst und dazu Sauerkraut.

Abends komme ich zurück ins Hotel. Ich habe mir eine Unterkunft ganz zentral ausgesucht, das Hotel Krämerbrücke, wie der Name schon sagt – direkt an der Krämerbrücke. Das 4-Sterne-Hotel ist modern eingerichtet, ideal für euren Aufenthalt in Erfurt.

In Erfurt gibt es einiges zu entdecken. Ich hatte zum Beispiel noch gar keine Zeit, Museen anzuschauen oder den egapark zu besuchen, wo im Jahr 2021 die Bundesgartenschau stattfindet. Was heißt das also? Genau – wiederkommen!

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